AG Archäologie als Beruf

 

Arbeitsgemeinschaft "Archäologie als Beruf"

Im deutschsprachigen Raum gibt es kein rechtlich festgelegtes und geschütztes Berufsbild "Archäolog/in". Vielfach gibt es sogar miteinander konkurrierende Auffassungen darüber, wie der Beruf zu definieren ist:
Von Seiten der Arbeitgeber/innen im öffentlichen Dienst und an den Universitäten wird die Bezeichnung "Archäologe/in" der Regel nach für Personen gebraucht, die sich durch den entsprechenden Studienabschluss in einem archäologischen Fach qualifiziert haben. Andere Institutionen fassen den Beruf weiter und beziehen auch solche Personen mit ein, die sich als Freiberufler oder durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in Verbänden und Vereinen auf diesem Arbeitsfeld engagieren. Nach wie vor strittig ist die Position der "Grabungstechniker/innen", "Grabungsingenieure/in", "Restauratoren/innen archäologischen Kulturgutes" und anderer Spezialisten/innen etwa im Bereich der naturwissenschaftlichen Archäologie und Archäometrie, obgleich diese Arbeitsbereiche heutzutage einen festen Bestandteil der archäologischen Berufswelt bilden. Nicht zuletzt hat man sich deshalb im Kooperationsvertrag zwischen DASV, DGUF, WSVA und GNAA darauf geeinigt, auf den Begriff "Archäologe/in" zu verzichten und in sehr viel allgemeinerer Form von "in der Archäologie tätigen Personen" zu sprechen.

Inwiefern eine Definition, wer ein/e Archäologe/in ist und wer nicht, erforderlich ist, sei dahingestellt. Dringend notwendig ist jedoch, dass es eine präzise Beschreibungen gibt, welche Beschäftigungsfelder zum gegenwärtigen Zeitpunkt in der Archäologie existieren. Solche klaren Berufsfeldbeschreibungen können bspw. Studierenden und Absolventen eine wichtige Orientierungshilfe bieten, so dass sie angeregt werden, eigene Perspektiven außerhalb der "klassischen Berufsfelder" zu entwickeln, um somit letztlich zielorientierter studieren zu können. Desweiteren kann eine derartige Übersicht eine gute Grundlage für Studien bieten, die sich mit der Berufssituation derjenigen beschäftigen, die in der Archäologie tätig sind.

Wir schlagen daher vor, eine verbandsübergreifende Arbeitsgemeinschaft zu gründen, in der zunächst die verschiedenen Berufsfelder, die derzeit in der Archäologie bestehen, erarbeitet werden, um sie sodann durch Beschreibungen zu erfassen. Ziel soll es sein, die Arbeitsergebnisse auf einer gemeinsamen Internetplattform zu veröffentlichen.

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Verbände ist ein zentrales Anliegen der Initiatoren dieser AG, denn nur so können die verschiedenen Kompetenzen gebündelt werden und nur so kann letztlich ein homogenes Bild dessen entstehen, was unter "Archäologie als Beruf" zu verstehen ist.

Initiatoren:
Therese Burmeister
Gerhard Ermischer (Spessartprojekt e.V.)
Sven Spantikow (Mitglied des Netzwerkes Kulturgut)
Tobias Wachter (Mitglied des DArV)


tobias.wachter@remove-this.proconventu.de